Unser Roadtrip durch Kanadas Westen #7

Yoho und Kootenay Nationalparks

Emerald Lake im Yoho Nationalpark
Emerald Lake im Yoho Nationalpark

Nachdem wir den Rogers Pass überfahren und den Glacier Nationalpark verlassen hatten, führte uns der Weg weiter auf dem Highway in Richtung Yoho Nationalpark. Unterwegs machten wir im Städtchen Golden einen Kaffeestopp und kauften ein paar Zutaten für das Abendbrot auf einem kleinen Farmers Market. Darunter frische Brezeln. 

 

Anschließend ging es weiter entlang des Kicking Horse River hinein in den Yoho Nationalpark. Wir bogen vom Highway auf eine ca. 1 1/2 Kilometer lange Schotterpiste ab und starteten von dort eine kleine Wanderung zu den sehenswerten Wapta Falls. Unterwegs begegneten wir kaum jemanden, sodass wir die Einsamkeit der Natur genossen. Zurück am Wohnmobil und auf dem Highway, führte uns dieser entlang grandioser Bergpanoramen immer tiefer in den Nationalpark hinein. 

 

Am Kicking Horse Campground buchten wir schließlich einen Stellplatz und machten uns gegen Nachmittag auf den Weg, dem Emerald Lake einen Besuch abzustatten. Wir entschlossen uns spontan für eine 5,5 Kilometer lange Umrundung des Sees zu Fuß. Somit konnten wir die Schönheit der dortigen Landschaft in vollen Zügen genießen und bis zum Abend am Seeufer verweilen.  

Die Wettervorhersage für den folgenden Tag ließ nichts Gutes vermuten, sodass wir beschlossen, vorerst in das nahegelegene Yoho Valley zu fahren. Nach einsamer Fahrt erreichten wir die 254 m hohen Takakkaw Falls. Nachdem wir zu diesen noch relativ trocken spazieren konnten, setzte nach unserer Rückkehr am Wohnmobil Starkregen ein. Wir lasen etwas oder beobachteten die klitschnassen flüchtenden Touristen. Darunter auch ein älterer Herr, welchem es nicht gelang, sein Fahrzeug zu öffnen. Schließlich resignierte er und blieb durchnässt im Regen stehen, bis seine Kameraden zur Hilfe eilten und ihm das Fahrzeug öffneten. 

 

Nachdem sich die Wetterlage gebessert hatte, wanderten wir etwas in das Yoho Valley hinein und blieben größtenteils trocken. Der Weg führte einsam durch hohen Tannenwald zu sehenswerten Wasserfällen, Schluchten und märchenhaften Waldpfaden. Leider blieb uns der Blick auf den grandiosen Yoho Gletscher wegen des Nebels meistens verwehrt! 

 

Nach knapp 11 Kilometern Wanderung fuhren wir zurück zum Campground und begaben uns zu unserem Stellplatz auf dem Kicking Horse Campground, welcher unter Bäumen am Flussufer des gleichnamigen Flusses idyllisch gelegen war. Nach exzessivem Holzhacken hatten wir derart viel Holz, dass wir dieses überhaupt nicht mehr verfeuern konnten. Wir genossen anschließend das Grill-Abendbrot und verweilten noch etwas am Feuer, packten das überschüssige Holz in den Camper und begaben uns in die Alkove um zu nächtigen.

Neben dem Rauschen des Flusses gesellte sich ein weiteres Geräusch hinzu ... das Prasseln des einsetzenden Regens. 

 

Am darauffolgenden Tag war von dem wunderschönen Bergpanorama nichts mehr zu sehen. Alles war in Dunst und Wolken verschwunden. Nach dem Frühstück brachen wir auf, fuhren den Kicking Horse Pass in Richtung Banff Nationalpark entlang und von dort in den Kootenay Nationalpark. Leider war auch dort nichts von der schönen Umgebung zu sehen, sodass wir fast pausenlos bis zum südlichen Zipfel des Nationalparks fuhren und diesen dort kurzzeitig verließen. Wir erreichten den Ort Radium Hot Springs und suchten unseren Stellplatz auf dem Redstreak Campground auf.

Zum Glück war das Wetter dort besser und wir konnten den Tag entspannt verbringen.

Auf dem Weg zum Campground sahen wir noch eine Truppe von Big Horn Sheeps, welche gemütlich grasten und sich satt gefressen am Straßenrand zur Mittagsruh niederließen.

 

Die Wetterlage hatte sich einen Tag später etwas verbessert gehabt. Für uns galt es nun, den gesamten Weg von ca. 100 Kilometern durch den Kootenay Nationalpark zurückzufahren. Diesmal hatten wir im südlichen Teil des Nationalparks besseres Wetter und konnten eine kleine Wanderung durch ein Waldbrandgebiet in Richtung des Mount Assiniboine Provincial Parks zurücklegen. Das Wetter wurde anschließend wieder schlechter und wir erreichten nach weiterer Fahrt wieder den Banff Nationalpark, welcher mit wesentlich besseren Wetter dienen konnte.

Wir fuhren wie am Anfang der Reise den wunderschönen Bow Valley Parkway entlang und genossen die grandiose Natur entlang dieser absolut empfehlenswerten Straße. Der herausragende Castle Mountain erstrahlte in seiner Pracht und ein vorbeifahrender kilometerlanger Zug fräste sich durch die Landschaft.

 

Bei mittlerweile sehr kühlen Temperaturen um die 5 - 10 Grad am Abend, verbrachten wir mit eingeschaltener Heizung den Abend auf dem Lake Louise Campground. 

 

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