Unser Roadtrip durch Kanadas Westen #5

Whistler und Vancouver

Blick auf Vancouver von der Lions Gate Bridge
Blick auf Vancouver von der Lions Gate Bridge

Nach nur wenigen Kilometern Fahrt auf dem Sea to Sky Highway erreichten wir den vor allem für Wintersportler interessanten Ort Whistler. Wir schlenderten durch das ansehnliche Städtchen und entschieden uns, eine Gondelfahrt zu unternehmen. Für einen stolzen Preis ging es per Seilbahn und Sessellift auf den 2181 Meter hohen Whistler Mountain, von welchem man einen grandiosen 360 Grad Rundumblick auf die Bergkette der Fitzsimmons Range hat. 

 

Nach Genuss des Ausblicks, fuhren wir per Peak to Peak Gondel direkt von der etwas unterhalb des Whistler Mountain befindlichen Bergstation auf den gegenüberliegenden Blackcomb Mountain. Dort wurde in luftiger Höhe gespeist und eine kleine Wanderung unternommen, eh es wieder abwärts Richtung Whistler ging.  

 

Kurz nachdem wir Whistler verlassen hatten, erreichten wir den Pazifik. Die Küstenstraße führte uns entlang der Berge und des Meeres - tolle Ausblicke inklusive. Wir näherten uns Vancouver aus nördlicher Richtung und kamen am Abend auf dem Capilano River RV Park in Nord-Vancouver an. Der Campground war mit keinem der vorherigen vergleichbar. Der Fahrzeugverkehr war allgegenwärtig und alle Camper standen dicht beieinander. Wir waren jedoch bereit, den Kompromiss einzugehen, da der Stellplatz ein idealer Startpunkt für die Erkundung Vancouvers am folgenden Tag war.

 

Am nächsten Morgen suchten wir eine Bushaltestelle auf, um nach Vancouver Downtown zu gelangen. Dummerweise hatten wir nicht genügend Kleingeld für die Bustickets, da diese nur passend bezahlt werden können. Der äußerst nette Busfahrer war jedoch derart zuvorkommend, dass er uns irgendeinen Betrag von Kleingeld hineinwerfen ließ und uns zwei Fahrscheine übergab - in Deutschland vermutlich nicht möglich.

 

In Vancouver Downtown angekommen, erkundeten wir die Häuserschluchten und frühstückten ausgiebig bei einer großen Tasse Kaffee. Danach ging es weiter entlang des Canada Place zum historischen Stadtteil Gastown. Kurz danach mussten wir feststellen, dass auch Vancouver nicht frei von Not und Elend ist. Zahlreiche Obdachlose und verwahrloste Gassen durchschritten wir schnellen Schrittes, so auch das in unseren Augen nicht besonders schöne Chinatown. 

 

Der Weg führte uns zurück und nach nur wenigen Minuten zu Fuß waren wir wieder inmitten neugebauter Apartmenthäuser und Hochhäuser im Stadtteil Yaletown. Was für ein Gegensatz. Nach einer kurzen Stärkung entschlossen wir uns, den Weg zum Campground entlang Vancouver Harbour und durch den Stanley Park über die Lions Gate Bridge anzutreten. Am Ende standen ca. 22 km Fußmarsch zu Buche. 

 

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