Unser Roadtrip durch Kanadas Westen #1

Von Calgary nach banff

Unser Camper auf dem Bow Valley Campground
Unser Camper auf dem Bow Valley Campground

Im August 2016 war es endlich soweit und wir konnten die Reise zu unserem Sehnsuchtsort Kanada antreten. Geplant war eine Rundreise von Calgary durch die berühmten National Parks Banff und Jasper, bis nach Vancouver und zurück durch weitere Provincial und National Parks. Ca. 3500 km sollte die Tour umfassen.

Der Direktflug mit Condor von Frankfurt nach Calgary verlief erwartungsgemäß problemlos. In Calgary angekommen, wurden wir von freundlichen Cowboys begrüßt. Durch den Shuttleservice unseres Hotels wurden wir nach kurzer Zeit abgeholt und verbrachten eine angenehme erste Nacht in Kanada.

 

Am nächsten Tag hieß es dann, noch ca. 1 km Fußmarsch mit dem Gepäck auf sich zu nehmen, um das Wohnmobil in Empfang zu nehmen. Die Übernahme bei Cruise Canada erfolgte nach einiger Wartezeit. Durch nette Kanadier, die gerade ihr Fahrzeug zurückgaben, wurde uns ein Beutel mit Utensilien (darunter auch Bärenspray und Sojamilch) übergeben, welches wir gut gebrauchen konnten. Danach fuhren wir direkt zum nahe gelegenen "Real Canadian Superstore", in der unser großer Ersteinkauf getätigt wurde. Nach dem Tanken machten wir uns auf dem TransCanada Highway (#1) in Richtung Westen auf, um unseren Stellplatz am Bow Valley Campground für die erste Nacht im Wohnmobil zu beziehen. Dort kauften wir im kleinen Shop noch eine Axt, um die ordentlichen Holzscheite fachgerecht zu zerkleinern. Das Wetter war durchwachsen, nichtsdestotrotz machten wir es uns direkt am Lagerfeuer bei einem kleinen "Grillerchen" von Bratwürsten gemütlich. Der Campground war herrlich direkt am Bow River gelegen, welcher uns am nächsten Morgen einen wunderbaren Sonnenaufgang schenkte. 

 

Nach einem wunderbaren Frühstück mit Toast und Kaffee, verließen wir den Bow River Camgpround. Der Weg führte uns weiter Richtung Westen und direkt in den Banff National Park. Den Kauf des Nationalparkpasses führten wir vor Ort durch. Anschließend statteten wir dem gleichnamigen Städtchen Banff einen Besuch ab und schlenderten durch das ansehnliche Örtchen. Wir ließen uns einen leckeren Burger bei "Eddies Burger" schmecken und kauften sogleich ein paar Souvenirs (natürlich T-Shirts) und Postkarten. Anschließend schauten wir bei dem wunderschönen Lake Minnewanka vorbei und spazierten am Ufer entlang, wobei uns zahlreiche kleine Streifenhörnchen furchtlos begleiteten. Das Wetter wurde glücklicherweise hervorragend und aus einem vorherigen Regen wurde Sonnenschein. 

 

Da für den Abend der Johnston Canyon Campground bereits reserviert war, fuhren wir weiter Richtung Osten über den Bow Valley Parkway, welcher inmitten des Waldes durch unberührte Natur führt. Am Johnston Canyon, welcher sehr gut besucht war, unternahmen wir eine kleine Wanderung durch die Schlucht zu den Wasserfällen. Abends entspannten wir wieder am Lagerfeuer und rösteten ein feines Baguette am Feuer. Direkt hinter dem Campground verlief die Eisenbahntrasse, sodass ab und zu ein kilometerlanger Güterzug mit lauten Hupgeräuschen auf sich aufmerksam machte. Ein kleines Bierchen und ein guter Whiskey rundeten den Tag ab.

 

Am nächsten Morgen hieß es früh aufzustehen, da wir zum Moraine Lake fahren wollten, welcher jedoch nur für eine begrenzte Anzahl von Wohnmobilen Parkmöglichkeiten bereit hält. Nach einer kalten Nacht auf dem Campground, war ich bereits gegen 6 Uhr auf den Beinen und konnte noch den Mond über dem Bergpanorama bestaunen. Ohne Frühstück ging es auf dem Bow Valley Parkway in Richtung Moraine Lake. Wir fuhren der aufgehenden Sonne entgegen und waren bereits am frühen Morgen beim Moraine Lake, jedoch nicht die ersten. Viele andere hatten ebenfalls die Idee gehabt, entsprechend früh anzureisen. Wir bekamen aber problemlos noch einen Platz und machten uns auf, den wunderschönen Moraine Lake zu bestaunen. Nach einem kurzen Frühstück und Kaffee ging es auf zu einer Wanderung zu den Consolation Lakes. Der Weg führte durch Bärengebiet, inmitten hoher Tannen, parallel zum Babel Creek. Am See angekommen, entspannten wir uns und genossen die Landschaft und einmalige Ruhe. Ein Adler leistete uns in den Tannenspitzen Gesellschaft. Nach ca. 7,6 km waren wir zurück am Moraine Lake und konnten ihn diesmal völlig verändert, in einem türkisblau vorfinden. 

 

Anschließend stand noch der Besuch des berühmten Lake Louise auf dem Programm. Dieser war wie wir erwartet hatten, am Nachmittag jedoch übertrieben gut besucht gewesen, sodass wir erstmal den Lake Louise Campground aufsuchten und auf unserem Stellplatz eine Mahlzeit zu uns nahmen. Abends fuhren wir dann nochmal zum Lake Louise und spazierten am Ufer entlang. Es war immer noch sehr voll dort, sodass der Tagessieg für den schöneren See eindeutig an den Moraine Lake ging. 

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